Gutenacht-Geschichte für Kinder

zum Leuchtsternbild: Teddybär mit rotem Luftballon

Immer wenn es Nacht wird und ich eingeschlafen bin, geht mein Teddy mit seinem rotem Luftballon, den ich in der Stadt geschenkt bekommen habe auf Reisen. Ganz sachte schwebt er in meinem Zimmer umher, und dann öffnet sich das Fenster wie durch Zauberei und mein Teddy fliegt in den Garten. Er schwebt mit dem Luftballon über unsere Blumenbeete, an meinem Sandkasten vorbei und über unseren Apfelbaum, immer höher bis zu den Wolken. Mein Teddybär wollte schon immer wissen, wie sich eine Wolke anfühlt, darum streichelt er mit seiner Pfote eine Wolke  beim Vorüberfliegen. Diese beginnt zu kichern, weil es so kitzelt. Der Teddy ruft ihr hinterher: „es tut mir leid”. Die Wolke erwidert ihm : „das macht doch nichts”. Der Luftballon zieht den Bär noch höher empor, bis zu den Sternen. Er freut sich, weil die Sterne so wunderbar leuchten. Er schwebt ganz lange am Sternenhimmel und entdeckt den Mond. „Lieber Luftballon bringe mich doch bis zu dem Mond”, sagt der Teddybär. „Puste, Teddy”, sagt der Ballon. Der Teddybär bläst seine Wangen auf und pustet so doll, wie er kann. Er muss sich ganz schön anstrengen bis die beiden den Mond erreichen. Der Teddybär sagt: „Gute Nacht, Herr Mond”. Der Mond  freut sich über diesen ungewöhnlichen Besuch und sagt: „Na, mutiger kleiner Kerl, nur mit dem Luftballon bist du zu mir gekommen?”. Der Teddy kann gar nichts antworten, weil er so beeindruckt von ihm ist. Der Mond sagt zu dem Teddybären: „es wird Zeit, wieder in Kinderzimmer zurückzukehren”.  Er lässt von einem Stern den Wind herbei rufen, der den Luftballon sachte ins Kinderzimmer schweben lässt. Das Fenster schließt sich und mein Teddy krabbelt zu mir ins Bett und kuschelt sich in meinem Arm. Als es Morgen wird und ich aufwache, frage ich meinem Teddybären, wie seine Reise in der letzten Nacht war. Er schaut mich an und sagt....

© 1997 Britta de Waal